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Freies Internet ist Bildung und Teilhabe

Flächendeckendes Internet in der Innenstadt?

Digitalisierung stockt

Zum Sachverhalt (Kursiv Geschriebenes stellt die Antworten der Stadtverwaltung dar):

„Die Minden-Marketing GmbH bewirbt seit Jahren im touristischen Bereich die Innenstadt mit dem flächendeckenden freien Internet.

Leider wurde durch zahlreiche Gespräche mit Touristen und auch Mindener Bürgerinnen und Bürgern festgestellt, dass die Netzabdeckung in der Innenstadt zu über 40% nicht oder nur ungenügend funktioniert,“ erklärten die Vorstandsmitglieder der Wählervereinigung von „Wir für Minden“ und fragten jetzt bei der Stadtverwaltung nach:

Die Digitalisierung und die Versorgung der Stadtgesellschaft mit flächendeckendem freien Internetzugang in der Innenstadt stockt und Rat und Verwaltung müssen nach Lösungen suchen, um das Problem zu beheben,“ so die Kommunalpolitiker.

Wir werden in den nächsten Wochen weitere Gespräche auch mit der Minden Marketing GmbH führen, um einen Ausbau zu forcieren,“ erklärte Vereinsvorsitzender Frank Tomaschewski.

Die Versorgung mit dem freien Internet hat unseres Erachtens aber nicht nur Marketing Vorteile, sondern stellt auch einen Teil von Daseinsvorsorge und Teilhabe für die Menschen in unserer Stadt dar.

Die Minden Marketing GmbH hat mit Unterstützung ihrer Gesellschafter, engagierter Geschäftsleute und der Mindener Firma MK-Netzdienste seit 2014 ein freies Minden-WLAN aufgebaut. Dieses erfreut sich großer Beliebtheit nicht nur bei den touristischen Gästen unserer Stadt, sondern auch die Bürger*innen schätzen dieses Serviceangebot und den kostenlosen Zugang zum Internet. Dabei ist festzuhalten, dass das freie WLAN im Innenstadtbereich auf Markt, Scharn, Kleiner Domhof, Großer Domhof, Bäckerstrasse, ZOB, Kanzlers Weide, Marienquartier, Martinikirchhof, Sommerbad und in Teilen der Obermarktstraße eingerichtet wurde. Es sind rund zwei Dutzend Accesspoints in Innenstadtbereich im Einsatz, die bis auf einige wenige Ausnahmen eine Netzabdeckung gewährleisten: Nicht optimal ist der WLAN-Empfang in der unteren Obermarktstraße

Diese Zone hatte damals ein anderer Anbieter beim Aufbau des Netzes für sich reklamiert und es war schwierig, hier entsprechende Bereitschaft von Hauseigentümer*innen zur Strombereitstellung und Anbringung von Access Points herzustellen. Durch Vandalismus und Verschleiß der Access Points ist laufend Wartungs- und Ersatzbedarf erforderlich, so dass es punktuell zu Ausfällen kommen konnte. Neben dem besagten „Funkloch“ an der unteren Obermarktstraße kommt es derzeit auch auf dem kleinen Domhof zu einem instabilen WLAN-Empfang. Grund hierfür ist die Baustelle im und am Rathaus, die dazu führte, dass der Accesspoint „Kleiner Domhof“ seitens der Stadt Minden vom Stromnetz genommen werden musste. Dieser Access Point wird im Zusammenhang mit den Installationsarbeiten für die Tourist-Info im Herbst direkt an die Elektroverteilung der Minden Marketing angeschlossen. Der Accesspoint „Domschatz“ kann die Fläche des Kleinen Domhofes nur in Teilen mit WLAN versorgen. Die Stadt Minden hat aber zugesagt möglichst rasch nach Abschluss der Bauarbeiten den Accesspoint „Kleiner Domhof“ wieder zu aktivieren. Kurzfristig hat sich die Minden Marketing GmbH mit den Verantwortlichen des Domschatzes und MK-Netzdienste darauf verständigt, den Router des Domschatzes mit weiteren Verstärkern für die Abdeckung des Kleinen Domhofs auszustatten.  

Vor diesem Hintergrund ist es sicherlich punktuell immer mal wieder zu Netzausfällen gekommen, die aber wo möglich rasch behoben wurden und auf keinen Fall zu einem 40-prozentigen Ausfall des Minden-WLANs geführt haben können.

Daher die folgenden Fragen:

Wann ist mit der flächendeckenden Versorgung mit freiem Internetzugang in der gesamten Innenstadt zu rechnen?

Eine flächendeckende WLAN-Abdeckung in der gesamten Innenstadt inklusive der oberen Altstadt war und ist nach wie vor schwierig, da zum einen die Anbringung von technischen Geräten an denkmalgeschützten Gebäuden und Fassaden oft nicht möglich ist. Zum anderen sind für die Inbetriebnahme eines Accesspoints Strom und eine DSL-Leitung zwingend erforderlich. In beiden Punkten sind wir auf die Unterstützung der Eigentümer*innen und Mieter*innen angewiesen. Nicht selten kam es in der Vergangenheit vor, dass neue Mieter*innen den vorhandenen Router unwissend zeitweise vom Strom nahmen. Dank unseres Monitorings konnten wir jedoch größere Ausfälle vermeiden.

Ein Termin für eine flächendeckende Versorgung der Mindener Innenstadt kann derzeit nicht in Aussicht gestellt werden.

Wie sind die weiteren Schritte zur Versorgung weiter geplant?

Die Minden Marketing GmbH engagiert sich weiterhin, die Funktionalität des von ihr aufgebauten WLAN-Netzes soweit möglich zu gewährleisten. Punktuelle Abstriche durch Baumaßnahmen, Mieterwechsel und Verschleiß und Ausfall der Geräte sind dabei allerdings unvermeidbar.

Wer ist bei der Stadtverwaltung dafür zuständig?

Ansprechpartnerin für das freie Minden WLAN ist die Minden Marketing GmbH.

Welche Kosten kommen dabei auf die Stadt Minden zu?

Die Kosten können derzeit nicht beziffert werden.

Für einen kurzfristigen Lösungsansatz und eine zeitnahe Antwort wäre ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Tomaschewski

Vorsitzender

Wählervereinigung

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