Allgemein Klimaschutz, Umwelt, Verkehr Pressemitteilung

Besichtigung der Städtischen Betriebe in Minderheide

Konstruktive Gespräche und geselliges Beisammensein

Wählervereinigung ist vor Ort

Der Leiter der Städtischen Betriebe, Verwaltungsvorstandsmitglied Peter Wansing empfing die Mitglieder der Wählervereinigung „Wir für Minden“ zu einer Betriebsbesichtigung mit geselligem Beisammensein.

Vereinsvorsitzender Frank Tomaschewski konnte neben den Mitgliedern auch den Vorsitzenden des städtischen Klimaausschusses, Wolfgang Thienelt, den Stadtverordneten Thorsten Vogt (Wir für Minden) und zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger als Gäste begrüßen

Zu Beginn erläuterte Betriebsleiter Peter Wansing zunächst das Aufgabengebiet der Städtischen Betriebe.

Im Zusammenhang mit der Unterhaltung der städtischen Abwasserkanäle schätzt er, dass 15% der Kanäle zeitnah saniert werden müssen. Es gibt Schäden und gravierende Schäden, die keinen Aufschub mehr dulden.

Peter Wansing gibt den Anwesenden einen weiteren Überblick über den Aufgabenbereich der Städtischen Betriebe: die Abfallwirtschaft, die Stadtentwässerung, die Straßenunterhaltung, die Grünflächenunterhaltung mit allen Bäumen (ca. 40.000 Stück) .

Hier fahren regelmäßig 2 Baumkontrolleure raus, um zu kontrollieren und zu dokumentieren.

Daneben ist auch die Grünflächenunterhaltung ein großes Thema.

Das Bestattungswesen hat im Betrieb der Städtischen Betriebe eine eigene Komponente. Normalerweise ist alles schnell getaktet: 7.00 Uhr ist Arbeitsbeginn, in der Abfallwirtschaft um 6.00 Uhr. Die Mitarbeiter sollten sich hier nicht lange aufhalten und müssen mit ihren Fahrzeugen hinausfahren und ihre Aufgaben erledigen.

Im Bestattungswesen funktionieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Städtischen Betriebe ein klein wenig anders.

Hier geht es auch um Empathie“, erläutert Wansing.

Wansing empfiehlt: „Man sollte mal eine Führung auf dem Nordfriedhof mitmachen. Das Thema Bestattung und Tod schiebt man ja immer so von sich. Es lohnt hier einen Einblick zu bekommen, mit wie viel Herzblut die Friedhofs-Mannschaft ihre Arbeit erledigt. Es gibt z.B. ein Sternengrab, wo Kinder beigesetzt werden.

 „Es wurde ein kleiner Sandkasten angefügt, damit Geschwisterkinder da etwas spielen können.“

Peter Wansing kommt im weiteren Verlauf zu dem Thema, dass die Besuchergruppe besonders interessierte: „Das Mindener Glacis.“

Das Glacis steht bekanntlich unter Denkmalschutz. So kam die Frage auf, wie es denn eigentlich sein kann und man auf die Idee kommt, dort Pflaster zu verlegen. Ein Gast bemerkte, dass irgendwann jede 2. Baumwurzel das Pflaster wieder hochdrücken wird. Bemängelt wurden ebenfalls die immensen Kosten für die Pflasterung. Es ist nichts anderes als eine Flächenversiegelung. Auch der Aspekt der nachlaufenden Kosten wurde angesprochen.

Nach Meinung des Ausschussvorsitzenden Wolfgang Thienelt müsste die Pflasterung nicht erfolgen, jedoch gibt es Beschwerden von Radfahrern.

Peter Wansing ist dabei wichtig, diese vielschichtigen Nutzungen beizubehalten als Wert für die Bürgerinnen und Bürger: als Sportstätte, als Radwegeverbindung (morgens durch das Glacis zur Arbeit fahren), aber auch als Raum für Erholung.

Von den anwesenden Gästen wurde vorgeschlagen, den alten „Trimm-Dich-Pfad“, den es dort einmal gab, wieder ins Leben zu rufen.

Stadtverordneter Thorsten Vogt erinnerte daran, dass es zur Glacisgestaltung eine umfassende Bürgerbeteiligung gab. In mehreren Arbeitsgruppen wurde aufs Papier gebracht, was die Bürger möchten. Somit sind diese getrennten Wege auch entstanden.

Peter Wansing erklärt weiter, dass das Glacis angepackt wird und aus Monostrukturen, die kaum biologische Wertigkeit haben, wird versucht über die Jahre ein Glacis zu entwickeln, in dem auch Artenvielfalt wirklich wieder eine Chance hat. Es werden Bäume entnommen, die für das Gesamtsystem auf lange Sicht Strukturarmut bedeuten.

Es wird sich wieder zu einem Stadtwald oder Randbereich entwickeln, der eben dann auch ökologisch wertvoll ist. Das Glacis ist artenarm. Es ist völlig eutrophiert und weist keine Biodiversität auf.

Zum Beispiel zeigt die Knoblauchrauke Stickstoff im Boden an und ist ein Indikator für komplett übersäuerte Böden. Damit einher geht auch eine biologische Armut, die keiner will.

Thorsten Vogt bekräftigt, dass es zu viele große Bäume gab, hebt aber auch das Problem des Hundeabfalls hervor. So erhält der Boden noch eine Extraportion Stickstoff und Phosphor. Durch diesen nährstoffreichen Boden hat sich die Biodiversität in eine komplett falsche Richtung entwickelt.

Auch möchte er wissen, ob denn die alten, preußischen Denkmäler im Glacis in diesem Zuge saniert werden. Die Stadt wird auch an der Historie gemessen, ob das nun preußisch ist oder nicht. Peter Wansing bejahte das.

Eventuell gibt es ja Fördermittel des Landes NRW zum Erhalt und Instandsetzung.

Die Besichtigung der Städtischen Betriebe fand ihren Ausklang beim gemeinsamen Grillen am idyllischen Froschteich.

Die Vorstandsmitglieder Britta Bokeloh und Susanne Korff hatten im Vorfeld für umfangreiche Verpflegung gesorgt und die anwesenden Mitglieder und Gäste der Veranstaltung waren mit diesem neuen Format einer Veranstaltung von Information und Geselligkeit sehr zufrieden.

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